
Die Legislatur 2022-2026 neigt sich dem Ende zu. Sie war geprägt von grossen politischen Herausforderungen und klaren Fortschritten für die Bevölkerung. Dies entspricht meinem Anspruch: Als Regierungsrätin gehe ich Herausforderungen aktiv an und suche gemeinsam mit den Fachleuten und den Beteiligten Lösungen für aktuelle Probleme. So tragen wir dazu bei, dass der Kanton Bern ein guter Ort zum Leben ist. Wir ziehen Bilanz zu 24 Schwerpunkten, auf die wir in den letzten Jahren einen besonderen Fokus gelegt haben.
Der Regierungsrat hat für Prämienverbilligungen zusätzliche 31 Millionen Franken bereitgestellt, um Haushalte mit tiefen und mittleren Einkommen zu unterstützen. Das entlastet das Haushaltsbudgets für viele Familien direkt und spürbar. Mit dem neuen E-Portal für die Prämienverbilligung haben wir schweizweit Pionierarbeit geleistet und ein digitales Instrument geschaffen, das rasch und unkompliziert Orientierung bietet. Ich bin überzeugt: Ein serviceorientierter Staat stärkt das Vertrauen in die Politik nachhaltig.
Die Raum- und Siedlungsentwicklung haben wir weiter auf Klimaschutz und Energiewende ausgerichtet – ein entscheidender Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unseres Kantons. Mit neuen Instrumenten und einer intensiven Unterstützung der Gemeinden konnten wichtige Grundlagen geschaffen werden, um die Siedlungsentwicklung nach innen konsequent weiterzuführen und klimaresilienter zu gestalten. So stellen wir Weichen für eine ökologische und nachhaltige Zukunft und tragen bei zu einer guten Wohn- und Lebensqualität. Mit dem «Kontaktgremium Planung» und dem «Dialog Oberland» konnten wir Behördenvertreterinnen und -vertreter an einen Tisch bringen und so Verfahren vereinfachen und optimieren.
Ich bin überzeugt, dass die Digitalisierung den Alltag einfacher und den Kanton handlungsfähiger macht. Deshalb haben wir die digitale Transformation konsequent vorangetrieben – nicht nur bei den Prämienverbilligungen, sondern auch beim Bauen, beim Rechtsverkehr oder beim Grundbuch. Mit dem neuen kantonalen Datenschutzgesetz schaffen wir Rechtssicherheit und stärken das Vertrauen der Bevölkerung in den Umgang der Behörden mit sensiblen Daten. Erfolgreich gestartet ist auch das Grossprojekt zur Einführung der digitalen Verwaltungsrechtspflege. Mit vollständig digitalisierten Verfahren bauen wir Hürden ab, verkürzen Wege und stärken einen Service public, der für alle da ist: zugänglich, unbürokratisch und zuverlässig.
In den vergangenen vier Jahren haben wir auch Lösungen für festgefahrene und politisch umstrittene Dossiers erarbeitet: Die Situation rund um den Campingplatz Fanel in Gampelen konnte definitiv geklärt werden, der Weg ist frei für eine natur- und rechtskonforme Zukunft. Mit dem Transitplatz für ausländische Fahrende in Wileroltigen hat der Kanton ein Projekt realisiert, das die Grundeigentümerschaft, die Gemeinden und die Fahrenden entlastet.
All dies ist nur dank Teamarbeit und im Dialog mit den Partnerinnen und Partnern der Direktion möglich. Ich danke allen Mitarbeitenden meiner Direktion für ihren grossen Einsatz – insbesondere auch während meines intensiven Jahres als Regierungspräsidentin. Gemeinsam haben wir viel angepackt, erreicht und auf den Weg gebracht.
Wir stehen vor grossen Aufgaben: Wir wollen einen starken Service public sichern, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und die digitale Transformation vorantreiben. Staatliche Leistungen und Informationen sollen einfach zugänglich sein, ganz im Sinne des Mottos unserer Direktion: einfach, aktiv, digital. Diesen Weg gehen wir weiter – für einen starken, familienfreundlichen und zukunftsgerichteten Kanton Bern, der nahe bei den Menschen ist.
Evi Allemann, Regierungsrätin
Bern, 15. Januar 2026